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Von Gabbeh bis Haji Jalili in Tabriz

G

Gabbeh,
Bushir, Kashkuli , Kistan, Lori, Nizam

Dies sind Wollteppiche mit langem Flor und weitmaschiger Knotensetzung, wobei drei bis zehn Schussfäden durch die Knotenreihen gezogen werden. Sie wurden quasi ausschließlich von den Frauen jener Nomadenstämme hergestellt, die den Süd-Westen des Irans bevölkerten und die sich von ihrer Umgebung inspirieren ließen. Es existieren auch so genannte Shouli, benannt nach dem Dorf Shoul Sanger in der Provinz Fars. Hierbei handelt es sich um Exemplare rein aus Wolle in Naturfarben: elfenbeinfarben, braun und schwarz. Einst wurden sie nicht nur als Teppiche verwendet, sondern auch als Matratzen und Decken in den Zelten. Schließlich sind sie weich, luftig und dicker als andere Perserteppiche (einige Exemplare erreichen eine Dicke von bis zu 4cm). Ist der Flor auf beiden Seiten länger, spricht man von Gabbeh Patueh. Diese zeichnen sich durch lebhafte Farben wie Gelb, Rot und Blau aus bzw. durch simple, rustikale Muster, die auf linearen, geometrischen Figuren basieren und oftmals stilisierte Tierfiguren darstellen. Die Farben sind natürlich und werden nach den althergebrachten Formeln aus Pflanzen und Wurzeln wie dem Granatapfel, der Wurzel des Färberkrapps bzw. Indigo hergestellt. Viele Teppiche scheinen von unregelmäßiger Farbgebung zu sein- Dies kommt daher, da die verwendeten Farben handwerklich hergestellt wurden. Die Kashkuli wie Lori und Bushir sind weitere Variationen des persischen Gabbeh, die wiederum einiges zu bieten haben: Sie sind nicht schwer, das Gewebe ist viel kürzer (1 cm) und die Knüpfung ist sehr engmaschig. Sie sind tatsächlich viel weicher, sehr leicht und aus glänzender, leuchtender Wolle, die auf die gute Qualität hinweist. Die ursprünglichen Gabbeh wurden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts geknüpft und weisen Muster auf, die in starkem Kontrast zu den modernen Mustern stehen, die für den Westen entwickelt wurden. Die alten Gabbeh sind rustikaler, ihr Design ist stammesbezogen, häufig muten sie auch kindlich an.

Gabbeh Karisma

Ein komplett handgeknüpfter indischer Wollteppich. Auch die Kett- und Schussfäden sind aus Wolle und besonders widerstandsfähig. Die Wolle ist hochqualitativ und fusselt nur kurz nach der Herstellung leicht, was für Wollteppiche normal ist. Das Muster ist modern und erinnert stark an den persischen Gabbeh.

Gabbeh Kashkuli

Im Vergleich mit anderen, herkömmlichen Gabbeh hat dieser Teppich noch mehr zu bieten: er ist nicht schwer, hat ein weitaus gestutzteres Gewebe (auf 1cm) und ist extrem fein geknüpft. Er ist weich, leicht und besteht aus glänzender, geradezu leuchtender Wolle – ein Kennzeichen für die gute Qualität. Wie die herkömmlichen Gabbeh zeichnet er sich durch lebendige Farben wie Gelb, Rot und Blau aus. Seine Muster sind simpel und von rustikalem Charme. Sie basieren auf linearen geometrischen Formen, die oftmals stilisierte Tierfiguren darstellen. Die Farben sind natürlich und werden nach den althergebrachten Formeln aus Pflanzen und Wurzeln wie dem Granatapfel, der Wurzel des Färberkrapps bzw. Indigo hergestellt. Viele Teppiche scheinen von unregelmäßiger Farbgebung zu sein- dies kommt daher, da die verwendeten Farben handwerklich hergestellt wurden.

Gabbeh Nomad und Paki

Eine hübsche, handgeknüpfte Teppichart aus Pakistan. Die modernen Muster dieser Teppiche wurden in Europa für unseren westlichen Geschmack entworfen. Schuss- und Kettfaden bestehen aus Baumwolle und machen das Textil besonders widerstandsfähig. Sie fügen sich zudem perfekt in minimalistische Inneneinrichtungen ein, die nach etwas Wärme und Dynamik verlangen, z.B. Arbeitszimmer. Der Teppich besticht durch die hochqualitative Wolle, den kurzen Flor, die engen Knoten, die ansprechenden Muster und schließlich durch den sehr erschwinglichen Preis.

Galiceh

Dieser persische Begriff beschreibt einen dozar, einen fein verarbeiteten Teppich mit den Maßen 200 x 130 cm.

Gehazi (persisch) und Kiz

Auf Türkisch wird so eine junge Frau bezeichnet, die heiraten soll; auch die Teppiche, die sie als Mitgift erhält, werden so genannt. Sie sind klein und äußerst fein verarbeitet. Der Begriff wird dem Herkunftsnamen als Präfix vorangestellt.

Germech

Ein kleiner rechteckiger Teppich, der am Zelteingang Sand und Unkraut abhalten soll.

Ghajari

Handgemachte Textilien, die den Jijim der Usbeken und Turkmenen ähneln. Bei ihrer Herstellung werden oftmals Stoffstreifen zusammengenäht, bis das Textil die gewünschten Maße besitzt.

Ghali , Kali, Qali, Khali, Hali

Persischer Begriff für jene Teppiche, die als Mindestmaße 300x200cm besitzen, mit einem Länge-zu-Breite-Verhältnis von ca. 1,5:1.

Ghiaj Perserteppiche

Teppich aus zeitgenössischer Handarbeit aus Naturwolle, vergleichbar mit den Gabbeh Shouli, aber fein geknüpft. Der Begriff „Ghiaj“ bedeutet im Iranischen „natürlich“ und dies ist die bezeichnende Qualität dieses Teppichs. Ghijai werden von einer kleinen Manufaktur in einem Dorf in der Provinz Fars produziert. Für die Produktion verwendet man nur Naturwolle und iranischen Hanf. Es sind sehr leichte, dicht und kompakt geknüpfte Teppiche, mit niedrig gestutztem Flor. Der Einsatz von Hanf (allerdings kein trockener und zäher Hanf) lässt die Zierelemente wie aus Seide erscheinen.

Ghiordes, Stadt

Seit dem 18. Jahrhundert wurden in Ghiordes, heute Gördes in der Westtürkei, wunderschöne Teppiche, meist mit Gebetsmotiven, produziert. Die eingesetzten Ghiordes-Knoten sind sehr fein, die Grundstruktur des Teppichs ist komplett aus fein gesponnener Seide. Ghiordes-Teppiche sind meist mit Gebetsmotiven versehen. Dargestellt wird eine stilisierte Gebetsnische, begrenzt von einem zugespitzten Rahmen und einer Lampe bzw. einem Blumenornament, das sich vom Giebel nach unten erstreckt und die Nische umgibt. Die Nische schließt ein leeres Feld ein, das von einigen kleinen Rahmen namens „sinekli“ umgeben ist und wiederum von zwei größeren Rahmen mit geometrischen und Blumenmustern eingeschlossen wird. Nicht selten findet man auch Exemplare mit abgebildeten Doppelnischen. Die aktuelle Produktion verwendet Baumwolle und „mejd“-Muster, die von französischen und persischen Teppichen inspiriert sind.

Ghiordes, Knoten

Knotenart, auch turkbaft: ein türkischer symmetrischer Knoten.

Guchan oder Quchan Kelim

Sehr widerstandsfähige Kelim, produziert von den Kurdenstämmen, die sich in Quchan im Khorassan niedergelassen haben.

Gujang Designteppiche

Handgefertigte Textilien aus China in modernem Design, mit Grundstruktur aus Baumwolle. Wie die meisten chinesischen Teppiche sind sie optimal verarbeitet und sehr widerstandsfähig.

H

Hadtchlu

Im Iran dient dieser Teppich als Zeltvorhang, analog zum turkmenischen Engsi oder Ensi, welcher als Vorhang der Jurte verwendet wird.

Haft rangh

bedeutet „sieben Farben“, „seven colors“, die Farben des seidenen Kettfadens der Senneh-Teppiche sind die erlesensten, die es gibt.

Haiduss, Oulmes, Ourika, Tata Kelim Berber

Dies sind von verschiedenen namensgebenden Berberstämmen aus Marokko realisierte Kelim.

Haji Jalili oder Hadji Jalili Meisterweber in Tabriz

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts fand in Tabriz ein künstlerisches Erwachen statt, das einer zentralen Figur aus Tabriz geschuldet war: dem Meisterweber Haji Jalili, der aus der Nähe von Marand stammte. In seinen Werkstätten wurden prächtige, einzigartige Exemplare geknüpft.