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Von Kashkuli bis Kazak teppiche

Kashkuli und Kashkuli teppiche

Ein Volksstamm der Gruppe der Qashqai, einem Nomadenvolk der Provinz Fars bei Shiraz. Neben den Stammesteppichen werden dort auch seit jeher besonders kunstfertige Teppiche gefertigt: Exemplare mit lebhaften Farben, die aus reiner Wolle gefertigt werden und sich durch KHARCHANGHI, Medaillonmotive mit winzigen geometrischen Zeichnungen, auszeichnen. Die Höhe der Teppiche beträgt 5-6 mm oder auch weniger. Deren Herstellung umfasst auch KELIM, MAFRASH und GABBEH, von denen Sie einige fabelhafte und einzigartige Exemplare auf unserer Homepage finden können. Hier sei nur auf den extrem seltenen Kashkuli Antico aus unserer Sammlung verwiesen.

Kaukasische Teppiche

Sie wurden und werden noch heute im Kaukasus geknüpft, in der Region zwischen dem Kaspischen und dem Schwarze Meer, zwischen Asien und Europa. Seit hunderten von Jahren werden in diesen Dörfern Teppiche in den Primärfarben und mit simplen stammesbezogenen Mustern geknüpft. Oftmals wirken die Designs kindlich, schließlich stellen die Teppiche notwendige Gegenstände des Hausgebrauchs dar. Sicherlich hatten und haben die traditionellen kaukasischen Teppiche ihren beträchtlichen Erfolg bei Teppichliebhabern und Sammlern dieser Simplizität und Authentizität zu verdanken. In den Regionen Shirvan, Baku, Kuba, Daghestan, Talish, Ganjeh, Kazak, und Karabagh wurden besonders prächtige Exemplare hergestellt. Auch heutzutage knüpft man noch tolle Teppiche, mit nach alter Tradition mit Naturfarben gefärbter, handgesponnener Wolle. Unsere Reproduktionen traditioneller kaukasischer Teppiche finden Sie in dem eigens eingerichteten Bereich. Seit ca. 10 Jahren sind „Kazak“ und „Shirvan“ genannte Teppiche auf dem Markt. Dies sind Namen von Teppichen, die, mal hier, mal da im Kaukasus geknüpft werden: in Pakistan, Afghanistan, in der Türkei, in China, etc. Auch wir verkaufen diese Teppiche, da sie aber nicht original aus dem Kaukasus kommen, weisen wir auf ihre Herkunft hin. Wir setzen beispielsweise hinter den Namen „Shirvan“ den Namen des Dorfes, aus dem der Teppich stammt. So wird der Konsument nicht dahingehend getäuscht, dass es sich um original kaukasische Teppiche handelt. Während meiner Tätigkeit bin ich oftmals auf Personen getroffen, die dachten, ein Original erworben zu haben, während dem in Wahrheit leider nicht so war.

Kazak Teppiche (antik)

Die echten KazakTeppiche sind manchmal sehr seltene Exemplare und haben üblicherweise ähnliche Maße wie die Läufer. Der Untergrund ist in Felder eingeteilt, die die Teppichfläche ausfüllen und die wiederum halbiert und farblich geteilt sind. Durch das darüber liegende Muster der aneinandergereihten, in vier Bereiche geteilten Rauten, bilden sich Dreiecke.

Es gibt etwa fünfzehn Arten der Kazak mit unterschiedlichen Merkmalen je nachdem, in welcher Region des Kaukasus sie geknüpft wurden.

Kazak Borcialu Antike

Dies sind Teppiche, die von Borcialu Kosaken im Dorf Bordjalu geknüpft werden. Sie zeichnen sich durch streng geometrische Muster, beispielsweise in Reihen angeordnete Rauten, ineinander eingeschriebene und mit Haken versehene Sechsecke oder viereckige Rauten als Mittelfelder aus, in denen man den klassischen und großen Rand des Bordjalu erkennt, der mit bemerkenswerter Dynamik den schmalen Innenbereich umschließt. Zudem besticht er durch seine Farben und deren Kombinationen.

Kazak Ciondzoresk oder Kazak Wolken

Ciondzoresk ist ein Ort bei Bakera, mitten im Karabagh. Dieser Teppich gehört zur Gruppe der kaukasischen Gruppe; Auch die Schuss- und Kettfäden sind braun und nicht rot wie bei den Kazak. Die Streifen, so sagt man, verbildlichen den Drachen und den Phönix, die sich im Himmel in Wolken verwandeln und den Regen verteilen.

Kazak Fachralo oder Fachralu

Diese Teppiche wurden in der Umgebung der gleichnamigen Stadt nördlich von Ganja bzw. Ghendje (im östlichen Teil des Kaukasus) geknüpft. Sie zeigen eine Verzierung der Innenfläche mit einem oder mehreren sternförmigen Medaillons, die aus sich überschneidenden Rauten und Rechtecken geformt sind, die wiederum ein kleineres Medaillon mit hakenförmigen Motiven enthalten. Diese Art wird oft als Gebetsteppich verwendet.

Kazak Karaciof oder Karaciov

Diese Teppiche stammen ursprünglich aus einem kleinen Dorf nördlich des Sees Sewan. Sie zeichnen sich durch zwei wiederkehrende Muster aus: ein großes Achteck in der Mitte des Teppichs auf weißem Untergrund, das auf einem großen, mit feinen Details im Schachbrettmuster verzierten Rechteck steht und vier weiße, mit Zacken verzierte Rechtecke in den Ecken, die Reihen mit bunten, achtzackigen Sternen enthalten.

Kazak Lambalo

Die kleine Siedlung Lambalo liegt zwischen Bordjalu und Akstafa in Georgien. Die Kazak Lambalo erkennt man an der großen, hellen Einfassung, auf der Granatäpfel angedeutet sind und der dunkelblauen oder rostroten Innenfläche mit vier (wie bei den Talish) in Göl-Mustern angeordneten Quadraten.

Kazak Lori Pampak oder Lori Pambak

Diese Kazak Teppiche sind nach dem kleinen Dorf östlich des Fachralo, wo sie hergestellt werden, benannt. Man erkennt sie an dem zentralen, dominanten Motiv aus großen Mustern. Die Farbpalette ist auf einige wenige Farben beschränkt. Dadurch entsteht ein großartiger Einrichtungsgegenstand mit einschlagender Wirkung. Es gibt einige Lori Pampak, die eine Zusammenstellung von drei Medaillons zeigen. Wir verfügen über ein Exemplar, das sogar vier davon aufweist.

Kazak Sewan

Wie der Name schon sagt, werden diese Kazak Teppiche in der Gegend um den Sewan See geknüpft. Ein mächtiges kreuzförmiges Schild, das normalerweise ziegelrot ausgefüllt ist, nimmt fast den ganzen Raum der Innenfläche ein. Umgeben wird dieses Schild von einem langen weißen Rand und im Inneren befindet sich ein weiteres sternförmiges Medaillon mit gezackten Motiven, was typisch für die Kazak Fachralu ist. Manche halten sie für die Vorläufer der Schild Kazak.

Kazak Shulaver

Dies sind Teppiche, die im Dorf Shulaver im großen Kaukasus zwischen Fachralo und Lambalo gewebt werden. Das besondere Merkmal dieser Stücke ist die feine Knüpfung und die hervorragende Qualität der Wollsorten. Es gibt noch einige seltene Stücke, die die Maße eines Läufers haben, eben wie dieses prächtige Exemplar. Zwei übereinanderliegende Kompositionen, die sich über die gesamte Fläche hinziehen, sind das Merkmal dieser Stücke. Die Fläche ist in rechteckige Felder geteilt, die den ganzen Raum einnehmen und wiederum in zwei verschiedenfarbige Flächen geteilt sind. Durch das darüber liegende Muster der aneinandergereihten, in vier Bereiche geteilten Rauten, bilden sich Dreiecke. Der große Randstreifen kann mit krebsförmigen Motiven oder Eichenblättern usw. verziert sein und ist umgeben von Medacylrändern mit ausgewählten Farben und raffinierten Kombinationen.